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Thought Leadership

Damit die wichtigste Entscheidung auch die beste ist

Aufsichtsräte brauchen einen robusten Plan für die Auswahl des nächsten CEO.
Jörg Ritter
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In vielen Aufsichtsgremien ist eine planvolle Nachfolgeregelung für den Vorstandsvorsitz entweder kein Thema oder sie beschränkt sich darauf, dass man für die Neubesetzung des Chefpostens einen internen Kandidaten im Hinterkopf hat. Doch gerade die Wahl des falschen CEO kann den Unternehmenserfolg nachhaltig schmälern. Oft braucht es Jahre, um die negativen Folgen einer solchen personellen Fehlentscheidung wieder zu beheben. Damit die CEO-Nachfolge nicht zur Schwachstelle in einem ansonsten resilienten Unternehmen wird, bedarf es auch und gerade hier eines robusten Planungsprozesses.

VON DER UMWELTTECHNIK über die Stadtplanung, von der nationalen Sicherheit bis hin zur Informationstechnologie – überall versuchen Planer heute, Systeme zu etablieren, die uns helfen, erfolgreich mit den Wechselfällen des Lebens umzugehen. Auch ein Unternehmen ist in diesem Sinne ein System. Deshalb überrascht es nicht, dass das Prinzip der Resilienz, das ursprünglich aus der Materialkunde stammt, inzwischen einen festen Platz in unserem Verständnis vom Wesen einer Organisation hat. Genau wie bei einem Werkstoff kann schon eine einzige Schwachstelle das gesamte System gefährden. Deshalb werden Prozesse entwickelt, um solche Schwachstellen frühzeitig zu entdecken. Die Vorstellung von Resilienz als vorausschauendem Denken und Handeln statt eines Notfallprogramms, das erst anläuft, wenn ein Problem bereits aufgetreten ist, lässt sich auch auf die Frage der CEO-Nachfolgeplanung anwenden. Ein Unternehmen ohne fundierten Planungsprozess für die Besetzung des Chefpostens ist so gesehen unweigerlich ein anfälliges „Corporate Governance System“.

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