Strategische Lücke: Unternehmen tun sich schwer, Führungstalente von morgen zu erkennen

Nur 22 Prozent sagen, dass ihr Unternehmen Spitzenkräfte in den eigenen Reihen frühzeitig erkennt

Michael Ensser

Michael Ensser Egon Zehnder, Berlin

Berlin, den 21.11.2013 – Unternehmen fällt es immer schwerer, den Erfolg von Führungskräften einzuschätzen, die für neue Spitzenpositionen vorgesehen sind, so eine Studie, die die Personalberatung Egon Zehnder heute veröffentlicht hat.

Nur 22 Prozent der weltweit über 800 Umfrageteilnehmer schätzen ihr Unternehmen als erfolgreich ein, was das frühzeitige Erkennen von Führungstalenten in den eigenen Reihen angeht. 30 Prozent geben an, ihr Unternehmen sei heute nur unzureichend in der Lage, genügend qualifizierte und erfahrene Führungskräfte zu entwickeln. Eine große Mehrheit, 87 Prozent der Befragten, fordert deshalb mehr Kreativität und Wagemut bei der Besetzung von Führungspositionen.

„In einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld sagt die zurückliegende Leistung einer Spitzenkraft wenig über seine Eignung für eine größere Rolle“, sagt Michael Ensser, Managing Partner von Egon Zehnder Deutschland. „Wir erleben, dass heute vor allem Persönlichkeitsmerkmale und Charaktereigenschaften die stärksten und zuverlässigsten Hinweise geben, ob ein Manager für einen Spitzenjob bereit ist oder nicht.“ Es brauche neugierige Persönlichkeiten, „die den Mut haben, Neuland zu betreten und die mit einer positiven Haltung Veränderungen gestalten können“, so Ensser. Früher seien die Herausforderungen, in guten wie in schlechteren Zeiten, eindeutiger fassbar gewesen, weshalb sich die Auswahl deutlich enger am Kompetenz- und Leistungsprofil einer Spitzenkraft hätte orientieren können.

In der Studie sagen 87 Prozent der Befragten, dass sich hervorragende Führungskräfte bereits heute vor allem durch persönliche Charaktereigenschaften vom Durchschnitt abheben. Dazu Michael Ensser: „Persönlichkeitsmerkmale wie Neugier, geistige Offenheit und Entschlossenheit zeichnen einen Top-Manager aus, der in unsicheren Zeiten führt.“ Umso wichtiger sei es, so Ensser, dass Unternehmen diese Charaktereigenschaften bei ihren führenden Mitarbeitern erkennen und eine entsprechend motivierende Umgebung bereitstellen.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass die bisherige Leistungsbilanz einer Führungskraft wenig aussagt über ihren zukünftigen Erfolg.

  • 86 Prozent aller Befragten denken, dass der Führungsalltag von morgen deutlich stärker als heute von Unsicherheit und unvorhersehbaren Herausforderungen geprägt sein wird.
  • 78 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass der bisherige Karriereverlauf keine zuverlässige Aussage über ihr zukünftiges Führungspotenzial zulässt.
  • Vor diesem Hintergrund meinen 61 Prozent, dass es heute schwieriger ist als noch vor fünf Jahren, den Erfolg einer Führungskraft in einer neuen Position zuverlässig einzuschätzen.

Egon Zehnder hat die Umfrage für das International Executive Panel im Sommer 2013 durchgeführt. Mehr als 800 Senior Executives aus unterschiedlichsten Industrien und Organisationen wurden hierfür in Asien, Australien, Europa sowie Nord- und Südamerika befragt. Die Studienteilnehmer sind Mitglied in der Online-Community von Egon Zehnder. Sie finden die Umfrageergebnisse im Detail unter www.egonzehnder.com/iep-potential.

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Michael Ensser Egon Zehnder, Berlin

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