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Egon Zehnder International Presse

Jeder für sich und keiner fürs Ganze?
Spiegel Online, Manager Magazin, u.a.

Die Studie "Jeder für sich und keiner fürs Ganze?" verweist auf die Notwendigkeit einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Darin stimmen die 30 begfragten Minister, Parteivorsitzenden, Unternehmenschefs, Universitätspräsidenten, Gewerkschaftschefs und hochrangigen Vertreter von Kirchen, Medien und Militär überein. Die Vernetzung zwischen diesen Bereichen sei noch nicht tragfähig und eine entsprechende Führungskultur müsse erst noch entwickelt werden, so die Autoren. Die Studie wurde von der Stiftung Neue Verantwortung gemeinsam mit Egon Zehnder International und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung erstellt.

In einem Interview auf Spiegel Online äußert sich Jörg Ritter, Berater bei Egon Zehnder International, Berlin, und einer der Autoren der Studie, zu deren Ergebnissen: "Seit geraumer Zeit erleben wir in unserer täglichen Praxis, dass es am gegenseitigen Verständnis fehlt: Die Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft neigen dazu, abgeschottet in ihren Festungen zu bleiben . Eine konstruktive Zusammenarbeit kommt nicht zustande, obwohl alle erkennen, dass das für zukünftige Herausforderungen unersetzlich ist. Letztendlich fehlt eine gemeinsame Führungskultur." In der gemeinsamen Pressemitteilung der drei Studienpartner erklärt Ritter: "Die Herausforderungen, die sich bei der Führung einer Organisation - nicht nur in der Wirtschaft - stellen, wachsen in neue Dimensionen. Früher mag es genügt haben, wenn sich die Verantwortlichen auf ihr eigenes Fach konzentriert haben. Heute ist ein Verständnis für die Vielfalt der Einflussfaktoren und die Vernetzung mit anderen Sektoren unersetzlich." Er fügt hinzu, dass es wichtig sei, sich gezielt in eine Vielzahl von Netzwerken einzubetten. "Die Einbindung verschiedenster 'Anspruchsgruppen' - vom Kunden bis zum Interessenverband - unterstreicht eine notwendige Vielfalt von Denk- und Entscheidungsprozessen in einer Organisation. Unternehmerpersönlichkeiten müssen sich zudem von der Illusion der Kontrollierbarkeit verabschieden und in der Lage sein, in Eventualitäten und Szenarien zu denken, ohne aufzuhören, ein übergeordnetes Ziel zu verfolgen." Gleiches gelte für Politik und Wissenschaft, so Ritter. Im Manager Magazin ergänzt er: "Was uns in Deutschland fehlt ... ist eine Klammer, die die Gesellschaft zusammenhält. Es gibt keinen übergreifenden Führungsanspruch. Auch viele Manager spüren inzwischen, dass wir in Probleme hineinlaufen – und suchen händeringend nach Antworten."

In der Schwäbischen Zeitung verweist Ritter auf das positive Beispiel der Familienunternehmen: "Erfolgreiche Familienunternehmer verhalten sich schon lange so, sie arbeiten mit allen gesellschaftlichen Kräften zusammen." Ritter leitet die globale Family Business Advisory von Egon Zehnder International.
Henrik Müller, "Erfolg haben die Härtesten, nicht die Besten", Spiegel Online , 19.04.2012; Henrik Müller, "Hauptsache oben", Manager Magazin, Mai 2012; ; Neue Chefs braucht das Land, Schwäbische Zeitung, 18.04.2012

Die Studie "Jeder für sich und keiner fürs Ganze?" findet sich aufwww.egonzehnder.de/fuehrungsstudie
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