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Egon Zehnder International Presse

"Der natürliche Wechsel zwischen privatem und öffentlichem Sektor hat in Deutschland noch zu wenig Dynamik" – Interview mit Matthias Fritton
Tagesspiegel

Trends und Kriterien bei der Besetzung von Spitzenpositionen im politischen Raum stehen im Mittelpunkt eines Interviews mit Matthias Fritton, Berater bei Egon Zehnder International, Frankfurt, im Tagesspiegel. Darin betont Fritton die "General-Management"-Qualitäten, über die eine Führungspersönlichkeit in der Politik – ähnlich wie in der Wirtschaft – verfügen müsse. Dazu gehörten "Entscheidungsstärke und Urteilsfähigkeit.“ 

Kommunikations-, vor allem aber Teamfähgikeit seien von besonderer Bedeutung, da sich unsere Kultur insgesamt gewandelt habe. "Nachwuchskräfte werden heute anders erzogen als vor 30 Jahren. Man kommt viel weniger mit Anweisungen voran als vor zehn oder gar 20 Jahren. Junge Leute wollen heute mehr Verantwortung übernehmen und in Teams, die Prozesse vorantreiben, voll eingebunden sein.“

Zur Frage von Quereinsteigern sagte Fritton: "Prinzipiell ist es wichtig, dass sich die Politik auch für Quereinsteiger öffnet. Der natürliche Wechsel zwischen privatem und öffentlichem Sektor hat in Deutschland noch zu wenig Dynamik. Es ist aber auch richtig, dass ein Minister politische Mechanismen verstehen muss. Das sind andere Abläufe als in Unternehmen. Ohne diese Fähigkeit wäre ein Wechsel von der Industrie in die Politik von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber warum sollte nicht irgendwann einmal ein erfolgreicher Manager, der beispielsweise in einer politischen Jugendorganisation oder in einer ehrenamtlichen politischen Funktion bereits politische Erfahrungen gesammelt hat, in ein Ministerium einziehen?“
Juliane Schäuble: "Fachwissen steht nicht an erster Stelle",
Interview im Tagesspiegel, 28. Oktober 2009.

Weiterführender Hinweis: Egon Zehnder International Deutschland gehört zu den Mitbegründern und Trägern der Stiftung Neue Verantwortung, die den interdisziplinären Dialog und die ergebnisorientierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft fördert. Herausragenden Persönlichkeiten im Alter von bis zu 35 Jahren wird dabei die Möglichkeit gegeben, in interdisziplinären Teams praxisorientierte Lösungen für gesellschaftspolitische Herausforderungen zu entwickeln. Die Stiftung wurde im November 2008 ins Leben gerufen. Mehr Informationen auf www.stiftung-nv.de .
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