Egon Zehnder
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Wachstum zu schaffen ist zentraler Bestandteil jeder Unternehmensstrategie, vor allem in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs. Oftmals spielt dabei der “Faktor Mensch“ nur eine kleine Rolle, auch weil keine gesicherten Erkenntnisse darüber vorliegen, welche Kompetenzen zu welcher Wachstumsstrategie passen. Licht ins Dunkel dieser Fragestellung bringt eine Studie von Egon Zehnder International und McKinsey & Company, die einen Vergleich der Wachstumskennzahlen von rund 50 global operierenden Unternehmen und ihren etwa 5.000 obersten Führungskräften (Zeitraum: fünf Jahre) angestellt haben. Die Studie, die in einer englischsprachigen Broschüre vorgestellt wird, fördert zahlreiche Ergebnisse zutage, u.a.

  • Die Bedeutung von Exzellenz für das Wachstum eines Unternehmens
    Die Studie zeigt, dass Unternehmen mit überdurchschnittlich kompetenten Top Management Teams deutlich stärker wachsen als ihre Wettbewerber.
  • Unterschiedliche Kompetenzen für organisches und anorganisches Wachstum
    Unternehmen, die außergewöhnliches Wachstum mit organischen oder anorganischen Wachstumsstrategien erzielen, zeichnen sich durch klar unterscheidbare Kompetenzschwerpunkte ihrer Top Executives aus. So verfügen die Top 25 Prozent der anorganisch wachsenden Unternehmen über ein Führungsteam, das vor allem im Bereich der strategischen Kompetenzen außergewöhnlich stark aufgestellt ist. Hingegen wird organisches Wachstum von Executives getrieben, die eher zur zweiten Führungsriege gehören und einen starken Fokus im Bereich der sozialen Kompetenzen haben. Interessant ist, dass bei den acht analysierten Kompetenzen (Ergebnisorientierung, Kundenorientierung, Teamorientierte Zusammenarbeit, Mitarbeiterführung, Veränderungsmanagement, Organisationsentwicklung, Strategische Orientierung und Marktexpertise) Kundenorientierung eine herausragende Bedeutung einnimmt.
  • „Spiky Leader“
    Das vermeintlich ideale Bild von Top Executives ist durch hohe Bewertungen in möglichst allen Kompetenzfeldern geprägt. Doch die Studie präsentiert im Zusammenhang mit stark wachsenden Unternehmen ein anderes Profil des erfolgreichen Top Executives: Der „spiky leader“ verfügt bei der Hälfte aller Kompetenzen über exzellente Bewertungen, weist hingegen in anderen Bereichen auch durchschnittliche Kompetenzwerte auf. Unternehmen, die zum oberen Viertel von Wachstumsunternehmen gehören, zeichnen sich durch doppelt so viele „spiky leader“ aus als andere, weniger stark wachsende Unternehmen.
  • Neuausrichtung des Talent Management
    Unternehmen, die den Zusammenhang zwischen Strategie, Kompetenzen und Ergebnis erkannt haben, könnten ihre Aufwendungen für Führungskräfteentwicklung wesentlich effektiver kanalisieren, weg vom Gießkannenprinzip, hin zur passgenauen Führungskräfteentwicklung. Den Wettbewerb werden diejenigen gewinnen, die erstens in ihren Umfeldern langfristige Trends der Kundenbedürfnisse erkennen, zweitens die passende Strategie entwerfen und drittens ihre Organisation – und ihr Talent Management – exakt darauf ausrichten.

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