Egon Zehnder
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Egon Zehnder hat seit 2004 zum fünften Mal die Zusammensetzung von Spitzengremien (Aufsichtsräte und Vorstände) der größten europäischen Unternehmen untersucht.

Bei der Besetzung von Vorstandspositionen und Aufsichtsgremien mit Frauen können deutsche Unternehmen einen starken Anstieg verzeichnen. Hierzulande sind Mitte 2012 insgesamt 12,8 Prozent der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder weiblich (2010: 8,7 Prozent), in Europa sind es 15,6 Prozent (2010: 12,2 Prozent). Damit liegt der Anstieg in Deutschland prozentual über dem EU-Schnitt (47,1 Prozent im Vergleich zu 27,1 Prozent in Europa, Zeitraum: 2010-2012).

Besonders deutlich ist der Zuwachs bei Neubesetzungen in den letzten zwölf Monaten: 40,7 Prozent aller neuen Führungspositionen sind in Deutschland mit Frauen besetzt worden (im Vergleich zu 30,8 Prozent in Europa).

Ein anderes Bild ergibt sich bei Vorstandspositionen. Zwar kann auch hier ein Wachstum verzeichnet werden, allerdings bleibt der Anteil von Frauen in operativen Managementfunktionen auf niedrigem Niveau: 4,5 Prozent der untersuchten Unternehmen haben Frauen im Vorstand (2010 waren es 2,3 Prozent), im Vergleich zu 4,8 Prozent im EU-Schnitt (2010: 4,2 Prozent).

Egon Zehnder: Mehr Frauen in operativen Rollen notwendig

Das größere Engagement deutscher Unternehmen würde sich nun auch zahlenmäßig widerspiegeln, so Dr. Brigitte Lammers aus dem Berliner Büro von Egon Zehnder. Im Hinblick auf ihre jüngsten Mandate konstatiert Lammers: „Unternehmen wollen ihre obersten Führungsebenen in erster Linie kompetent besetzen. Gerade bei Aufsichtsratspositionen lösen sich Firmen von früher üblichen Besetzungsmustern, um eine Vielzahl an hochkompetenten Kandidatinnen aus unterschiedlichsten Leitungsfunktionen gewinnen zu können.“ In diesem Zusammenhang verweist Lammers auf weiterhin bestehende Herausforderungen: „Eine nachhaltige Entwicklung kann nur stattfinden, wenn Frauen in größerer Zahl mit Ergebnisverantwortung betraut werden, um langfristig die Zahl weiblicher Vorstände in operativen Funktionen zu vergrößern. Allerdings muss dazu auch die Bereitschaft von potenziellen Kandidatinnen steigen, sich genau dieser Verantwortung zu stellen.“ Außerdem gelte es, die Diversity-Kompetenz aller Entscheidungsträger zu stärken, um „eine echte Kultur der Inklusion zu etablieren.“

Egon Zehnder hat 353 der größten europäischen Unternehmen in 17 Ländern untersucht (41 in Deutschland, darunter alle DAX-Unternehmen).

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