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Lena Kilee

Lena Kilee Egon Zehnder, Berlin

Carsten Wundrack

Carsten Wundrack Egon Zehnder, Hamburg

Weiterhin wenige Frauen in Vorständen

Globale Diversity-Studie von Egon Zehnder: Anteil von Frauen in Führungsgremien steigt langsam // Diversity noch kein natürlicher Bestandteil von Leadership

Berlin, 8.2.2017. Der Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten steigt weltweit, auch in Deutschland. Doch ein Durchbruch lässt auf sich warten. Die Personalberatung Egon Zehnder rechnet in ihrer aktuellen globalen Diversity-Studie vor, dass es noch 20 Jahre dauern könnte, bis weltweit „Gender Parity“ erreicht wird.

Deutschland zählt zwar laut der Studie zu den „Diversity Champions“, bei denen es im Durchschnitt drei Frauen in den leitenden Gremien der größten Unternehmen gibt. Mindestens drei Frauen pro Gremium seien notwendig, um nachhaltigen Wandel herbeizuführen. Doch der Blick auf die Verteilung von Aufsichtsräten und Vorständen zeigt, dass der Anteil an weiblichen Vorständen weiterhin gering ist.

Gender Diversity in Zahlen

22,2 Prozent der deutschen Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sind weiblich (2014: 16,6 Prozent; 2012: 12,8 Prozent), in Europa sind es 26,2 Prozent (2014: 20,3; 2012: 15,6 Prozent). Damit liegt Deutschland weiterhin nur im Mittelfeld der untersuchten westeuropäischen Staaten. Europäische Spitzenreiter sind Norwegen (39,7 Prozent), Schweden (37,7 Prozent) und Frankreich (37,5 Prozent); ebenfalls knapp ein Drittel Frauenanteil erreicht Italien (32,2 Prozent).

Während der Anteil von Frauen in deutschen Aufsichtsräten knapp mehr als ein Viertel ausmacht (27,6 Prozent; 2014: 20,5 Prozent), ergibt der Blick auf Vorstandspositionen ein deutlich anderes Bild. Zwar ist der Anteil auch hier gewachsen, doch mit 8,3 Prozent bewegt er sich auf niedrigem Niveau (2014: 5,7; 2012: 4,5 Prozent; 2010: 2,3 Prozent).

Diversity natürlicher Bestandteil von Leadership?

Carsten Wundrack, der zusammen mit Lena Kilee die Diversity-Aktivitäten bei Egon Zehnder in Deutschland leitet: „Diversity muss natürlicher Bestandteil von Leadership werden.“ Theoretische Analysen, die aufzeigen, wie sinnvoll Diversity ist, reichten nicht. Entscheidend sei immer auch die emotionale Seite. Dies habe die Veranstaltung „Leaders & Daughters“ gezeigt, die Egon Zehnder im vergangenen Jahr erstmalig und weltweit durchgeführt hat. Lena Kilee: „Oft begreifen Unternehmensführer erst über ihre erwachsenen Kinder, welche Chancen in gelebter Diversity liegen.“

Wundrack und Kilee zeigten sich bei der Vorstellung der aktuellen Untersuchung überzeugt, dass die innovative Kraft von Leitungsgremien durch das richtige Maß an Vielfalt und Inklusion, gekoppelt mit persönlichem Engagement, erreicht werden könne. „Leider finden wir noch zu viel politisch korrekte Rede und zu wenig wirtschaftlich notwendiges Handeln“, konstatiert Carsten Wundrack. Festgefahrene Vorstellungen ließen sich nur schwer verändern – sogenannte Unconscious Biases prägten unser Handeln. Lena Kilee: „Meist sind die Stereotypen so unterschwellig, dass wir sie nicht einmal bemerken. Umso wichtiger ist es, dass wir uns selbst hinterfragen: Welche Vorbehalte bestimmen unser Handeln, und wie lassen sich eingefahrene Denkweisen korrigieren?“

Aktivitäten von Egon Zehnder

  • Mit dem 5-Punkte-Aktionsplan Paradigm for Parity℠ bekennt sich Egon Zehnder zum Ziel der weltweiten Geschlechterparität auf Führungsebenen bis 2030.
  • Weltweit sind etwa 30 Prozent aller Berater bei Egon Zehnder weiblich. Dabei entfällt die Hälfte der Neueinstellungen bei Egon Zehnder auf Frauen – eine gezielte Initiative der Personalberatung.
  • Egon Zehnder favorisiert laut seinem eigenen Diversity Commitment eine kompetenzbasierte Besetzung und eine „Vielfalt der Perspektiven“, in der Diversität vor allem über verschiedene Erfahrungshintergründe definiert wird.

Über die Studie

Die Egon Zehnder Global Board Diversity Analysis untersucht alle zwei Jahre die Gremien der größten Unternehmen weltweit. Dazu wurden 2016 1.493 Unternehmen aus 44 Ländern mit einer Marktkapitalisierung von jeweils mehr als 6 Mrd. Euro erfasst – mit wenigen Ausnahmen, um sicherzustellen, dass die Studie die Ausschüsse von mindestens sechs der größten Unternehmen in jedem Land geprüft hat. Die Studie untersucht nicht nur Gender, sondern auch Alter und Nationalität. Aus Deutschland wurden 47 Unternehmen untersucht, darunter alle DAX-Unternehmen. Mehr Details auf http://www.egonzehnder.de/GBDA

Über Egon Zehnder

Egon Zehnder berät weltweit mit 425 Beratern in 41 Ländern renommierte Organisationen bei ihrer Führungskräfte- und Vorstandsfindung sowie der strategischen Entwicklung von Führungsteams und Führungspotenzialen. In Deutschland begleitet die Personalberatung mit 55 Beratern an sechs Standorten DAX-Konzerne, Mittelständler, Familienunternehmen und Start-ups sowie Organisationen des öffentlichen Sektors.

Kontakt
Martin Klusmann
Head of Corporate Communications, Egon Zehnder Deutschland
martin.klusmann@egonzehnder.com
Tel.: 030/32795597

Lena Kilee

Lena Kilee Egon Zehnder, Berlin

Carsten Wundrack

Carsten Wundrack Egon Zehnder, Hamburg


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Globale Diversity Studie von Egon Zehnder (als PDF)