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Gemeinsame Pressemitteilung von The Boston Consulting Group (BCG), Quadriga Hochschule Berlin, Bundesverband der Personalmanager (BPM) und Egon Zehnder

München, 26. Juni 2017 – Personalmanager müssen zunehmend auf die veränderten Bedingungen der beschleunigten Arbeitswelt reagieren. Vor allem die Digitalisierung stellt sie vor große Herausforderungen: Neun von zehn der interviewten Vorstandsvorsitzenden und Personalmanager sehen darin die wichtigste Zukunftsaufgabe von Abteilungen für Human Resources (HR). Das sind die Ergebnisse der aktuellen Studie Rethinking HR – Transforming Organization and People, die erstmals gemeinsam von der Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG), der Personalberatung Egon Zehnder, der Quadriga Hochschule Berlin sowie dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) erstellt wurde.

Für die Studie, die am 30. Juni 2017 auf dem Personalmanagementkongress in Berlin vorgestellt wird, haben die Autoren qualitative Interviews mit mehr als 40 Vorständen aus allen Funktionsbereichen sowie Personalchefs und Spitzen von Gewerkschaften geführt. Unter den Interviewten befinden sich rund ein Drittel der DAX-30-Personalvorstände, ein weiterer Teil arbeitet bei Marktführern ihres Segments ("Hidden Champions"). Zudem haben die Autoren bundesweit mehr als 1.300 Personalmanager, von denen rund die Hälfte im BPM organisiert ist, zu ihren aktuellen und künftigen Herausforderungen befragt.

"Unternehmen transformieren sich derzeit in schwindelerregendem Tempo – und damit ändert sich die Art zu arbeiten. Der Großteil der Personalmanager fühlt sich darauf nicht vorbereitet. Dabei ist eine neue Gestaltung von Arbeit entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen", sagt Prof. Dr. Rainer Strack, Senior Partner und Experte für Human Resources bei BCG.

Starke Führung für den "New New Way of Working"
Angesichts des rasanten technologischen Wandels beschreibt der "New New Way of Working" die Entstehung einer neuen, stark digitalisierten, kundenzentrier­ten, projektbasierten und agilen Arbeitsweise. Um diese anzutreiben, sehen die führenden deutschen Personalmanager eine Stärkung der Mitarbeiter-Perfor­mance als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Zur Evaluation und Steigerung der Leistung und zur Verbesserung der Effizienz insgesamt könnte der Einsatz von HR-Analytics in Organisationen von großem Nutzen sein, so die Autoren der Studie. Allerdings mangelt es häufig an den Kompetenzen für die Performance-Steigerung. "Es sind die Führungskräfte, die ihre Teams auf den Weg zu agilen und flexiblen Arbeitsweisen mitnehmen. Zukunftsfähiges Personalmanagement erkennt, fördert und evaluiert daher die Kompetenz von Führungskräften, begleitet und coacht sie im 'New New Way of Working'", erläutert Prof. Dr. Jörg Ritter, Koordinator der Studie und Partner bei Egon Zehnder.

Als große Herausforderung betrachten Personalentscheider die effiziente Auf­stellung von HR-Prozessen. Eine stärkere Digitalisierung und Automatisierung der Personalverwaltung sowie der Einsatz von Robotik und künstlicher Intelli­genz (KI) könnten laut Studie die Personalarbeit deutlich vereinfachen. Momen­tan bescheinigen sich Personalmanager jedoch zu weniger als einem Drittel hohe Kompetenzen auf den hierfür nötigen Gebieten. Dabei könnten die Daten – im Rahmen der Datenschutzrichtlinien – für die Erklärung und Steuerung geschäfts­kritischer (HR-)Ereignisse herangezogen werden, etwa um mit "Predictive Ana­lytics" das Ausscheiden von Mitarbeitern zu antizipieren. "Wollen Personal­abteilungen Künstliche-Intelligenz-Tools nutzen, müssen sie jetzt dringend digitale Expertise aufbauen – entweder durch die Gewinnung digitaler HR-Talente oder durch Weiterbildungsoffensiven im bestehenden Team", sagt Dr. Christian Gärtner, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwer­punkt Digitale Transformation und Leadership an der Quadriga Hochschule Berlin.

Personalmanagement mit Unternehmensstrategie verzahnen
Der technologische Wandel im Bereich HR wirkt zudem über die HR-Abteilun­gen hinaus: Drei Viertel der interviewten Vorstände, Personalchefs und Gewerk­schaftsspitzen geben an, dass sie in ihrer Organisation derzeit einen Kultur­wandel zu bewältigen haben. "Personalmanager müssen sich stärker als Gestalter der Digitalisierung verstehen und den Kulturwandel aktiv managen. Dabei sollten sie die Instrumente der Digitalisierung auch für die eigene Arbeit nutzen. Es muss gelingen, komplexer werdende Prozesse in Unternehmen mit einfachen digitalen Tools zu organisieren. Davon profitiert jeder Mitarbeiter und das Unternehmen gleichermaßen", sagt Dr. Elke Eller, Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager.

Die Studie identifiziert vier Fokusbereiche, auf die sich Personalmanager in Zeiten technologischen Wandels konzentrieren müssen: die Gestaltung der gesamten Organisation, das Design der Arbeit an den Schnittstellen zwischen Teams, Menschen und Maschinen, die nachhaltige Betreuung und Entwicklung der Mitarbeiter sowie die Gestaltung von HR-Prozessen.

Über die Studie
Für die Studie Rethinking HR – Transforming Organization and People haben The Boston Consulting Group (BCG), Egon Zehnder, die Quadriga Hochschule Berlin und der Bundesverband der Personalmanager (BPM) qualitative Inter­views mit mehr als 40 Vorständen aus allen Funktionsbereichen sowie Personal­chefs und Spitzen von Gewerkschaften geführt. Darunter befanden sich rund ein Drittel der DAX-30-Personalvorstände sowie weitere Vorstände aus Mittelstand, Familienunternehmen, Gewerkschaften und Start-ups. Darüber hinaus haben die Studienautoren über 1.300 Personalmanager, von denen rund die Hälfte im BPM organisiert ist, zu ihrer gegenwärtigen Personalarbeit und zu künftigen Hand­lungsempfehlungen befragt. Unter den befragten Organisationen befinden sich Privatunternehmen (87 Prozent), öffentliche Institutionen (9 Prozent) sowie Vereine und Verbände (4 Prozent) verschiedenster Branchen und Größen. Die Studie wird am 30. Juni 2017 auf dem Personalmanagementkongress in Berlin vorgestellt.

Über den Personalmanagementkongress
Der Personalmanagementkongress wird vom Bundesverband der Personal­manager (BPM), dem Magazin Human Resources Manager und der Quadriga Hochschule jährlich in Berlin veranstaltet. Mit 1.500 Teilnehmern ist der Personalmanagementkongress der führende und zukunftsweisende Fach­kongress für HR-Verantwortliche in Deutschland. HR-Professionals aus allen Personalfunktionen und Führungsebenen tauschen sich in über 100 Best Cases und interaktiven Formaten zu Themenfeldern wie Personalentwicklung, Recruiting und Change Management aus. "HR Evolution" ist das Fokusthema des diesjährigen Personalmanagementkongresses, der am 29. und 30. Juni 2017 im bcc Berlin stattfindet. Weitere Informationen zu den Referenten und dem Programm unter: www.personalmanagementkongress.de.

The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale Management­beratung und weltweit führend auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen und Regionen dabei, Wachs­tumschancen zu nutzen und ihr Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzu­passen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Wettbewerbs­vorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu steigern und
das Geschäftsergebnis dauerhaft zu verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist heute an 85 Standorten in 48 Ländern vertreten. Das Unternehmen befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. Weltweit erwirtschaftete BCG im Jahr 2016 mit 14.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,6 Milliarden US-Dollar. Für weitere Informationen: www.bcg.de.

In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt The Boston Consulting Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare, Grafiken und Videos und stellt sie online zur Verfügung. Neben Publikationen zu aktuellen Wirt­schafts- und Unternehmensthemen enthält die Plattform auch Veröffent­lichungen aus der über 50-jährigen Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal findet sich unter www.bcgperspectives.com.

Egon Zehnder, gegründet 1964, zählt zu den weltweit führenden Leadership-Beratungen. In Zeiten stetiger Veränderung, neuer Chancen und sich wandeln­der Unternehmensziele arbeitet Egon Zehnder mit über 440 Beratern und 69 Büros in 41 Ländern eng mit öffentlichen und privaten Unternehmen, Familienbetrieben sowie gemeinnützigen und staatlichen Organisationen zusammen. Gegenstand der Beratung ist die Besetzung von Führungspositionen und Aufsichtsgremien, die CEO- und Führungsnachfolgeplanung sowie die Evaluierung und Entwick­lung von Führungspersönlichkeiten. Weitere Informationen auf www.egonzehnder.de, auf Twitter und auf LinkedIn.

Die Quadriga Hochschule Berlin ist eine private Hochschule für Leadership in den Bereichen Public Relations und Kommunikation, Politik und Public Affairs, Human Resources, Vertrieb und Marketing. Die staatlich akkreditierte Hoch­schule bietet interdisziplinäre Wissensvermittlung und einen hohen Praxisbezug in Forschung und Lehre. Die Quadriga Hochschule Berlin ist Teil der Quadriga-Unternehmensgruppe: www.quadriga.eu.

Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) ist die berufsständische Vereinigung für Personalmanager aus Unternehmen, Organisationen und Verbänden. Der Verband fördert den Wissensaustausch unter HR-Verantwort­lichen und vertritt die Interessen seiner über 4.000 Mitglieder gegenüber Politik und Wirtschaft. Die Mitglieder des Verbands sind HR-Professionals aus allen Personalfunktionen und Führungsebenen, vom HR-Generalisten im Start-up bis zum Personalvorstand im DAX-Konzern: www.bpm.de.

Kontakt
Martin Klusmann
Head of Corporate Communications, Egon Zehnder Deutschland
martin.klusmann@egonzehnder.com
Tel.: 030/32795597

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