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Diversity & Inclusion

Leadership Diversity Survey 2019:
Die wichtigsten Ergebnisse der globalen Studie

  • 4 März 2019

Millennials fordern mehr Diversität in Unternehmen. Globale Studie offenbart, dass Differenzen zu Fragen der Unternehmenskultur zwischen verschiedenen Generationen liegen, nicht zwischen Geschlechtern.

Diversität

  • Ein vielfältiger Arbeitsplatz ist für die jüngeren Generationen von herausragender Bedeutung: Millennials (65 Prozent) und Angehörige der etwa zwischen 1965 und 1980 geborenen “Gen X” (61 Prozent) bezeichneten Diversität als besonders wichtig. Bei den Babyboomern waren es 51 Prozent. 62 Prozent der Millennials gaben zudem an, ein diverses Arbeitsumfeld sei sehr wichtig für den Erfolg ihrer Organisation.
  • Mehr als die Hälfte aller Befragten stimmte der Aussage zu, in ihrem Unternehmen bestehe Chancengleichheit. Allerdings bejahten dies nur 57 Prozent der weiblichen “Gen Xers”, aber 63 Prozent der weiblichen Millennials.

Erwartungen an Führungskräfte

  • Auf die Frage nach der wichtigsten Eigenschaft von Führungspersönlichkeiten nannten die unter 35-Jährigen am häufigsten „Nahbarkeit”. Noch ausgeprägter war diese Präferenz bei den jüngeren Männern: 55 Prozent der männlichen Millennials stimmten dieser Aussage zu, aber nur 32 Prozent der männlichen Babyboomer.
  • Babyboomer schätzen die Widerstandsfähigkeit von Führungspersönlichkeiten – 35 Prozent nannten dies eine wichtige Eigenschaft, aber nur 21 Prozent der Millennials.
  • Millennials stimmten zudem häufiger der Aussage zu, dass ihre Führungskräfte die von ihnen gewünschten Eigenschaften auch verkörperten (38 Prozent). Dagegen waren es bei den Babyboomern nur 22 Prozent und bei den Gen Xers 26 Prozent.

Karriere

  • Eine weit überwiegende Mehrheit aller Befragten (86 Prozent) berichtete von Widerständen auf ihrem Karriereweg. Allerdings gaben ein Drittel der Babyboomer an, in ihrer beruflichen Entwicklung nicht auf Barrieren gestoßen zu sein.
  • Auf die Frage nach Faktoren, die ihre berufliche Entwicklung einschränken, nannten mehr als zweimal so viele Millennials (35 Prozent) als Babyboomer (17 Prozent) fehlende Mentoren.
  • Die Karrierewünsche von Frauen und Männern haben sich nahezu angeglichen: 27 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer gaben an, sie wollten die strategische Führungsebene ihrer Organisation erreichen. Für Frauen ist der Weg an die Spitze aber ungleich schwerer: Dem Egon Zehnder Global Board Diversity Tracker von 2018 zufolge stellen Frauen weltweit nur 3,7 Prozent der CEOs und 12,2 Prozent der CFOs.

Motivation

  • Millennials (86 Prozent) stimmen eher der Aussage zu, dass ihre Work-Life-Balance stimmt. Bei den Gen Xers sind dies 80 Prozent, bei den Babyboomern 78 Prozent.
  • Männer und Frauen gaben nahezu identische Antworten auf die Frage nach ihren persönlichen und beruflichen Prioritäten. Für 27 Prozent steht der Beruf an erster Stelle, 17 Prozent nannten ihr Privatleben und 56 die Balance zwischen beidem.

Die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland 

In Deutschland nahmen 355 Personen an der Studie teil.

Diversität

  • 52 Prozent der Befragten sehen Diversität in ihren Unternehmen als gegeben an. Damit liegt Deutschland unter dem globalen Durchschnitt (65 Prozent).
  • 78 Prozent gaben an, dass ihnen Diversität besonders wichtig ist. Auch hier liegt das Ergebnis unter dem Durchschnitt aller sieben Länder (87 Prozent).
  • Aus Sicht der Hälfte der Befragten bestehen in ihren Organisationen gleiche Chancen für alle – unabhängig von Alter, Rasse oder Geschlecht. Global sind es 61 Prozent. 

Erwartungen an Führungskräfte

  • 43 Prozent der in Deutschland Befragten erwarten von ihren Unternehmenslenkern vor allem strategisches Denken.
  • Auf dem zweiten Platz folgt Überzeugungskraft (38) Prozent.
  • Nahbarkeit liegt auf dem dritten Platz (36 Prozent), wobei die Millennials mit 48 Prozent besonders großen Wert auf diese Eigenschaft legen.
  • Ethisches Verhalten gewichteten 34 Prozent als besonders wichtige Führungsqualität.
  • 71 Prozent gaben an, dass die Führungskräfte in ihrer Organisation die von ihnen erwarteten Erwartungen überwiegend erfüllten.

Karriere

  • In keinem in der Studie untersuchten Land ist der Wunsch, in die oberste Führungsetage vorzustoßen, so wenig ausgeprägt wie in Deutschland: Lediglich neun Prozent gaben dies als Ziel an: 12 Prozent der Männer und 5 Prozent der Frauen.
  • Von den befragten Millennials und Gen Xers berichteten elf Prozent, in die Top-Positionen zu streben, bei den Babyboomern lag der Prozentsatz bei Null.
  • Als Haupthindernis für ihre Karriere nannten 36 Prozent Voreingenommenheit, 32 Prozent beklagten sich über fehlende flexible Arbeitsmodelle.

 

Die Studie wurde im Kontext der 2016 von Egon Zehnder ins Leben gerufenen Leaders & Daughters-Initiative erstellt und findet sich auf https://www.egonzehnder.com/leaders-and-daughters

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