Elke Hofmann spricht im Business-Podcast OMR über ihre persönliche Laufbahn, Learning by Doing und ihre Arbeit bei Egon Zehnder. Außerdem schildert sie, welche Qualifikationen für das Top-Level der Wirtschaft nötig sind – und warum gerade Neugierde den entscheidenden Ausschlag geben kann.
Karriereweg, Unternehmenskultur und persönliche Erfolgsfaktoren
Karriereweg, Unternehmenskultur und persönliche Erfolgsfaktoren
Im Gespräch mit OMR-Gründer Philipp Westermeyer schildert Hofmann zunächst ihren Karriereweg und wie sie ihren Quereinstieg bei Egon Zehnder erfolgreich geschafft hat – in dieser Zeit habe sie viel Unterstützung von Kolleg:innen erfahren. Die anfängliche Phase sei viel „Learning on the Job“ gewesen. Sie betont, dass ihr Erfolg mit Neugier, Empathie und der Fähigkeit verbunden sei, mit Spitzenführungspersönlichkeiten auf Augenhöhe zu kommunizieren. Es sei wichtig, die eigene Leistung immer wieder zu hinterfragen und sich Feedback einzuholen.
In diesem Zusammenhang spielt für sie auch die Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Sie unterstreicht den kollaborativen Arbeitsansatz bei Egon Zehnder, insbesondere das One-Firm-Prinzip, also die Zusammenarbeit über das gesamte Firmennetzwerk hinweg.
Auswahl von Führungspersönlichkeiten und die Rolle von Diskretion
Auswahl von Führungspersönlichkeiten und die Rolle von Diskretion
Ein Großteil des Gesprächs befasst sich mit der Frage, wie geeignete Führungspersönlichkeiten ausgewählt werden und in welchem Verhältnis Egon Zehnder zu seinen Klienten steht. „Wir wählen Menschen aus, die neugierig sind, die eine gute Empathie haben, die gut connecten und die auch eine gewisse Erfahrung mitbringen, entweder in der Führung oder aber auch in der Strategieberatung“, so die Deutschland-Chefin. Was aktuell wichtig sei, sind resiliente Manager:innen, „die in dieser komplexen Zeit fähig sind, Entscheidungen zu treffen, die Teams befähigen, die Kulturen anpassen und den Wandel wirklich weiter gestalten wollen“.
Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig Vertrauen und der fundierte Austausch für die Arbeit von Egon Zehnder ist: „Diskretion ist unser höchstes Gut.“ Beratungen erfolgen in intensiven Gesprächen, wobei auch psychometrische Assessments eingesetzt werden – aber die Kernentscheidungen beruhen auf den persönlichen Gesprächen und der Einschätzung der „Trusted Advisors“. Diese könne auch nicht von der KI oder einer Analyse der Präsenz in den Sozialen Medien ersetzt werden.
Zur Sprache kommen auch Diversität in Führungsteams und der Frauenanteil in den Führungsetagen. Hofmann schildert ihre persönlichen Erfahrungen aus ihrer Zeit in London, wie wichtig es sei, die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen. Hier habe Deutschland Nachholbedarf. Das sei auch ein Grund dafür, dass Frauen in der Führung unterrepräsentiert sind. Sie folgert: „Deshalb braucht es natürlich noch Zeit, bis die Frauen die Erfahrung haben und dann auch in die Führungsetagen aufsteigen.”
Wie findet Egon Zehnder Top-Manager, Elke Hofmann?, OMR Podcast #866