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Mobilität und Autoindustrie

Automobilwoche – IT-Fachkräfte dringend gesucht: Christian Rosen über den Wandel in der Automobilbranche

Deutschlands Autobauer schreiben zahlreiche Stellen aus – dabei hat sich der Fachkräftebedarf jedoch geändert. Nachgefragt sind Expert:innen für Batterietechnik und Wasserstoffantriebe sowie vor allem IT-Fachkräfte wie Datenanalyst:innen, App-Entwickler:innen oder IT-Architekt:innen. „Das Recruiting in der Autobranche ändert sich gerade fundamental“, betont auch Christian Rosen, Leiter der Praxisgruppe Mobility & Automotive bei Egon Zehnder, in einer Sonderbeilage der Automobilwoche.

Das Problem: Es gibt zu wenige dieser Fachkräfte in Deutschland, und die internationale Konkurrenz ist groß. „Ein Ecosystem für den Nachwuchs bei Softwareexpert:innen gibt es in Deutschland noch nicht, sondern primär in den USA oder auch in Israel", so Rosen. Aus Sicht des Experten ist deshalb langfristig der Aufbau eines Nachwuchs-Ökosystems mit engen Verbindungen zwischen Forschung und Industrie unerlässlich – analog zu den Netzwerken, wie sie für den Ingenieurnachwuchs seit Jahrzehnten bestehen. Zwar setzt etwa der Automobilhersteller Audi schon länger auf Kooperationen mit der Wissenschaft und schult Mitarbeiter:innen um, aber ein fundamentaler Wandel braucht Zeit – Rosen rechnet mit rund 20 Jahren, bis auch Deutschland Top IT-Talente hervorbringt.

Wer zurzeit das Glück hat und Fachkräfte aus dem Ausland für sich gewinnen kann, muss allerdings auch umdenken. „IT- und Softwareexpert:innen haben völlig andere Anforderungen an ihren Arbeitgeber, als es die Industrie hierzulande gewohnt ist", sagt Rosen. Sie seien nicht bereit, sich lebenslang an ein Unternehmen zu binden, sondern wollten nach ein paar Jahren eine neue Herausforderung. Damit das Expertenwissen nicht verloren geht, sollten Unternehmen es frühzeitig in die Organisation überführen, rät Rosen.

Armin Wutzer: „Fundamentaler Wandel“, in: Automobilwoche (Sonderheft 02/2022), S. 10–11

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