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Michael Ensser in der Welt am Sonntag

Bereits in den 1960er Jahren vertrat der Pädagoge Laurence J. Peter die These, dass Führungskräfte die Karriereleiter so lange hinaufklettern, bis sie die Stufe der eigenen Unfähigkeit erreicht haben. Das sogenannte Peter-Prinzip gelte auch heute noch, schreibt Inga Michler in der Welt am Sonntag. An der Spitze vieler Unternehmen seien vor allem Einzelkämpfer mit den spitzesten Ellenbogen zu finden – fachlich gut, aber miserabel in der Führung ihrer Mitarbeiter. „Menschliche Defizite scheinen vielerorts geradezu eine Voraussetzung für den persönlichen Aufstieg zu sein", so die Autorin. Verschiedene Studien bestätigen diese Erkenntnis. Die Einschätzung, dass in einer Zeit sich schnell wandelnder Märkte motivierte Teams für den Erfolg von Unternehmen essenziell sind, teilt auch Michael Ensser, Managing Partner von Egon Zehnder in Deutschland: Je weiter jemand in der Hierarchie aufsteige, desto wichtiger würden soziale Kompetenzen. „Das Fachwissen tritt mehr und mehr in den Hintergrund“, sagt Ensser. „Manager müssen heute mehr denn je ihre Mitarbeiter erreichen und mobilisieren können – mit Herz und Verstand.“ Der Beitrag verweist auch auf die von Egon Zehnder entwickelte Potenzialanalyse. Zumindest bei der Besetzung von Top-Positionen sieht Ensser einen „Trend zur Professionalisierung“, wobei dieser von Branche zu Branche noch stark variiere – und es bei manchen Chefs in Sachen Soft Skills „noch einige Luft nach oben“ gebe.

Inga Michler: Die falschen Chefs, in: Welt am Sonntag, 25. März 2018

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