Egon Zehnder
Suche
Select region
Close filter

Vielfalt ist ein integraler Bestandteil von Leadership. In vielen Unternehmen jedoch werden Diversity-Initiativen als „Extraprogramme“ wahrgenommen und unter dem unbedingten Zwang, Erfolgsnachweise zu produzieren, geführt. Diese Sonderinitiativen sind meistens HR oder vergleichbaren Stabsfunktionen zugeordnet, sie führen ein Silodasein. Schnell entsteht der Eindruck von „Nice-to-have“ oder „Extrameile“. Ein wirklicher Veränderungsbedarf wird vor allem dann nicht erkannt, wenn die Geschäftszahlen gut sind und sich dadurch die Komfortzone erhöht. Dies scheint gegenwärtig in vielen Unternehmen der Fall zu sein. So kommt es, dass eine wirkliche Veränderung zu mehr Diversity nicht hinreichend schnell stattfindet.

Eine Aussicht auf eine wirkliche Veränderung besteht nur, wenn alle Faktoren erfolgreicher Diversity integraler Bestandteil der Unternehmensführung und somit der Leadership-Kultur eines Unternehmens werden – anderenfalls besteht keine Aussicht auf wirkliche Veränderung. CEOs selbst müssen den „Gewinn der Vielfalt“ erkennen und ihre Unternehmen danach ausrichten – erst dann gelingt der Sprung vom ernst gemeinten Bekenntnis zum operativen Vollzug. Dieser Sprung ist auch im einsetzenden Kampf um die besten Talente der Zukunft dringend erforderlich!

Und Vielfalt – so herausfordernd sie als Managementaufgabe auch sein mag – macht Spaß! Das tägliche Arbeiten in den Unternehmen wird durch Vielfalt zwar anstrengender, aber auf der anderen Seite auch kreativer und spannender. Zudem führt es nachgewiesenermaßen zu höherer Zufriedenheit der Mitarbeiter. Sicher bedeutet das, sich von homogenen Teams zu entfernen und Teams mit Potenzial aufzubauen, in die mehr Gender, mehr Perspektiven, mehr Hintergründe einfließen – und die trotzdem schlagkräftig agieren können. Also weg vom sogenannten Cultural Fit hin zum Culture Add/Stretch. Persönlichkeiten zu gewinnen, die so ticken wie das Unternehmen selbst, bringt selten Gewinn. Diese neue Kultur der Vielfalt brauchen Unternehmen und Organisationen, wenn sie in einem immer schwierigeren Wettbewerbsumfeld nachhaltige Erfolge erzielen und „den Unterschied machen“ wollen.

Diversity

– 1 Warum klaffen Ideal und unternehmerische Realität so weit auseinander?

– 2 Warum es jetzt einen Fokus auf Gender-Diversity braucht

– 3 Die Egon Zehnder Diversity-Formel

– 4 Diversity als Silo – Schluss damit!

Back to top