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Diversity & Inclusion

Business Insider – „Mehr Selbstempathie statt Ellenbogen“ – Anke Weidling über weibliche Selbstbehauptung

Brav sein und nicht auffallen. Unter dieser Prämisse wurden junge Mädchen in den vergangenen Jahrzehnten mehrheitlich erzogen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Töchter werden heute immer häufiger dazu ermutigt, ihre Meinung zu vertreten und ihren Wert zu erkennen. Doch wie lernt man, sich selbst zu behaupten, wenn es einem nicht anerzogen wurde? Um diese Frage zu beantworten, hat der Business Insider sechs starke, selbstbewusste Frauen interviewt. Darunter auch Anke Weidling, Senior Expert Leadership Advisory bei Egon Zehnder.

Etwas erstaunt habe sie zunächst reagiert, berichtet sie gegenüber dem Business-Magazin: „Hat schon mal jemand gefragt, wie man Männern Mut macht? Und doch sei die Frage berechtigt. „Anders als viele Männer müssen Frauen oftmals lernen, den Spagat zwischen Empathie und Selbstempathie zu verstehen und zu leben“. Vielen Frauen, und das lasse sich auch kulturgeschichtlich erklären, liege es näher, „sich zu sorgen und sich einzusetzen“. Und das „Rezept“ heiße nun mal nicht „Ellenbogen raus“, sondern „mehr Selbstempathie einüben“. Nur so könnten beide Geschlechter lernen, einen gesunden Egoismus zu entwickeln, erklärt Weidling. Es gehe darum, „besser auf sich zu hören, achtsamer mit sich selbst umzugehen und sich ernster zu nehmen“. „Denn nur, wenn ich wirklich weiß, wie es mir geht“, so Weidling gegenüber dem Business Insider, „was ich brauche und was mein eigentliches Bedürfnis ist, ist es möglich, meine Umgebung so zu beeinflussen, dass ich darin eine echte Rolle spiele“. Leider sei diese Aufgabe aber für Frauen größer, „denn sich selbst zu behaupten wird viel eher mit Männern assoziiert als mit Frauen. Das muss Frau wissen“. Die Lizenz, gesunden Egoismus zu leben, sei mit einem Preis verbunden – und mit einer längeren Reise „nach innen und nach außen“, so die Leadership-Expertin, die Menschen bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Potenziale unterstützt.

Der Business Insider verweist in seinem Artikel auf eine Studie der International Labour Organization (ILO) der UN, die die Gründe dafür analysiert, dass Frauen noch immer weniger verdienen, schwieriger an Jobs kommen und öfter in schlechter bezahlten Jobs mit schlechteren Arbeitsbedingungen arbeiten als Männer.

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