Egon Zehnder
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Die Neuauflage der weltweiten Diversity-Studie von Egon Zehnder zeigt, dass sich in Sachen Vielfalt auch in Deutschland zu wenig tut

Berlin, 11. Dezember 2018 (EZ) // Der Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsgremien in Deutschland wächst immer langsamer. Das ist ein Ergebnis der Neuauflage der globalen Diversity-Studie, die Egon Zehnder seit 2004 durchführt. Initiativen, die auf eine zahlenmäßige Gleichstellung der Geschlechter abzielen, werden ihr Ziel bei diesem Tempo klar verfehlen, so Lena Kilee und Carsten Wundrack, die die Diversity-Aktivitäten bei Egon Zehnder leiten. Deutschland zähle laut der Studie zwar zu den „Diversity Champions“, bei denen es im Durchschnitt drei Frauen in den Aufsichtsgremien gibt. Deutlichen Nachholbedarf gebe es in Deutschland jedoch, so Kilee und Wundrack, bei der Besetzung des Vorsitzes und der Ausschüsse des Aufsichtsrates, wie etwa Prüfungs- oder Nominierungsausschuss. Gerade hier würden die wichtigen Weichenstellungen für Unternehmen vorbereitet. Auch die Besetzung der Vorstandspositionen in deutschen Spitzenunternehmen gehe unter dem Diversity-Gesichtspunkt eher schleppend voran. Insbesondere fehlten nach wie vor weibliche CEOs (global 3,7 Prozent, Deutschland 0 Prozent in der untersuchten Unternehmensgruppe). „Der Wunsch nach mehr Diversity ist in Deutschland immer stärker spürbar – und auch die Erkenntnis, dass ohne sie keine moderne Innovationskultur vorstellbar ist“, verdeutlicht Lena Kilee. Die Frage, wie dieser gewünschte Kulturwandel in der Praxis erreicht werden kann, „gehört zu den wichtigsten unternehmenskulturellen Herausforderungen dieser Zeit“, ergänzt Wundrack. In ihren gemeinsamen Blogbeiträgen rufen Kilee und Wundrack dazu auf, Gender Diversity eine Priorität einzuräumen und eine ganzheitliche Sichtweise auf Diversity zu entwickeln.

Gender Diversity in Deutschland
Insgesamt 25,4 Prozent der deutschen Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sind weiblich (2016: 22,2 Prozent; 2014: 16,6 Prozent; 2012: 12,8 Prozent). Während der Anteil von Frauen in deutschen Aufsichtsräten seit mehreren Jahren, auch dank der gesetzlichen Quote, stabil bleibt und knapp mehr als ein Drittel ausmacht (31,1 Prozent; 2016: 27,6 Prozent), ergibt der Blick auf Vorstandspositionen ein deutlich anderes Bild. Zwar ist der Anteil auch hier gewachsen, doch mit 10,5 Prozent bewegt er sich weiterhin auf niedrigem Niveau (2016: 8,3 Prozent; 2014: 5,7 Prozent).

Diversity Tracker
Global sind 20,4 Prozent aller Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder weiblich (2016: 18,5 Prozent). Frankreich zeigt 2018 die größte Vielfalt mit 42 Prozent weiblichen Board-Mitgliedern. Das Schlusslicht bilden Ungarn, Japan, Saudi-Arabien, Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bei Neubesetzungen geht global weniger als ein Drittel an Frauen (27 Prozent); in Westeuropa, USA und Kanada liegt der Schnitt hingegen bei 35 Prozent. Weitere Details entnehmen Sie bitte der englischsprachigen Studie auf der Website von Egon Zehnder

Über die Studie
Egon Zehnder verfolgt seit 2004 die Vielfalt von Boards. Frauen sind in Führungsgremien auf der ganzen Welt nach wie vor unterrepräsentiert, auch wenn führende Manager, Investoren und Interessengruppen sich für Veränderungen einsetzen. Der Egon Zehnder Global Board Diversity Tracker untersucht alle zwei Jahre die Gremien der größten Unternehmen weltweit. Dazu wurden 2018 1.610 Unternehmen aus 44 Ländern mit einer Marktkapitalisierung von jeweils mehr als 7 Mrd. Euro erfasst – mit wenigen Ausnahmen, um sicherzustellen, dass die Studie die Ausschüsse von mindestens sechs der größten Unternehmen in jedem Land geprüft hat. Die Studie untersucht nicht nur Gender, sondern auch Alter und Nationalität. Aus Deutschland wurden 60 Unternehmen untersucht, darunter alle DAX-Unternehmen. Weitere Details entnehmen Sie bitte der englischsprachigen Studie auf der Website von Egon Zehnder.

Über Egon Zehnder
Egon Zehnder ist das führende Beratungsunternehmen für Executive Search und Leadership Advisory. Die Besetzung von Spitzenpositionen für Konzerne und Familienunternehmen, Start-ups und Institutionen der öffentlichen Hand gehört dabei ebenso zum Leistungsportfolio wie die Entwicklung von Führungskräften und Teams, die Stärkung von Unternehmenskulturen und die Anpassung von Organisationsstrukturen im Rahmen von Transformationsprogrammen. In den letzten Jahren hat Egon Zehnder in Deutschland zudem mit BEYOND eine Einheit von Experten aufgebaut, die aus der Mitte des Unternehmens agiert und Berater und Praxisgruppen bei Mandaten jenseits von Executive Search unterstützt. Mit dem 5-Punkte-Aktionsplan Paradigm for Parity℠ bekennt sich Egon Zehnder zum Ziel der weltweiten Geschlechterparität auf Führungsebenen bis 2030 und favorisiert laut seinem eigenen Diversity Commitment eine „Vielfalt der Perspektiven“, in der Diversität vor allem über verschiedene Erfahrungshintergründe definiert wird.

 

Presseanfragen richten Sie bitte an:

Martin Klusmann
Head of Corporate Communications Deutschland
martin.klusmann@egonzehnder.com
Telefon 0170-2360101

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